Schlauch - Technologie


Der Schlauch ist die Hauptkomponente jedes Quetschventils und das einzige Bauteil, das mit dem Durchflussmedium in Berührung steht. Es besteht somit keine Notwendigkeit, einen Ventilkörper aus teuren Metalllegierungen einzusetzen, der produktbeständig ist.
Je nach Anwendung stehen verschiedene Gummimischungen zur Verfügung:

•Naturgummi  •Buna-N® (NBR) •Neopren®  •EPDM  •Hypalon®  •Fluor- Kautschuk  •Teflon®  •Chlorbutyl

Der Schlaucheinsatz ist ähnlich einem Autoreifen mit Gewebeeinlagen verstärkt und hat im offenen Zustand den vollen Öffnungsquerschnitt. Keine störenden Stellelemente, keine Durchführungen nach außen beeinträchtigen den Durchfluss oder erzeugen Leckagen.
Der Schlauch ist somit ideal für Schlämme und feststoffhaltige Medien.
Im Regelbetrieb erzeugt der Schlauch ein laminares Strömungsprofil mit weniger Kavitation.



Das laminare Strömungsprofil verhindert Turbulenzen und reduziert Verschleiß.


abrasive Partikel treffen auf Metalloberflächen;
die Energie wird absorbiert und führt zu
ständiger Oberflächenschädigung


abrasive Partikel treffen auf Gummiflächen und werden durch die Elastizität des Materials reflektiert. Die Abnutzung ist wesentlich geringer als bei Metall- oder Keramikoberflächen.



Schlauchprofile



Der Standard-Quetschventilschlauch wird anwendungsbezogen gefertigt und berücksichtigt Vorgaben wie Temperatur, chemische und mechanische Beständigkeit, Druckverhältnisse und andere relevante Applikationsdaten.
Er besitzt einen 100%igen Öffnungsquerschnitt.


Doppelwandige Schläuche finden Verwendung bei stark abrasiven Medien und hohen Produktdrücken. Die Verschleißschicht besitzt etwa die 3-fache Materialstärke wie der Standard-Schlauch. ACHTUNG: der Öffnungsquerschnitt ist eine Nennweite kleiner als die entsprechende Flansch- Nennweite!


Der patentierte konische Schlauch wurde für den Einsatz in Regelventilen entwickelt. Er erzeugt ein 20:1 Stellverhältnis bei einem Druckverlustfaktor von 0,89. Ein weiterer Effekt ist die extra hohe Wandstärke auf der Austrittsseite, die zu verbesserten Standzeiten beiträgt.


Schläuche mit Lochblende werden bei Regelaufgaben mit hohem Stellverhältnis bis 29:1 eingesetzt.
Das spezielle Design hilft, Kavitation zu reduzieren.






In die Schlauchmanschette kann ein "Frühwarnsystem" als Verschleißanzeige integriert werden. Die Karkasse der Manschette wird mit zusätzlichen metallischen Gewebeeinlagen gefertigt.
Bei Kontakt mit dem leitfähigen Produkt erfasst eine Elektronik die Leitfähigkeitsänderung zwischen Rohr und Drahtgewebe.
Dadurch lassen sich drohende Leckagen rechtzeitig erkennen und ungeplante Produktions-Unterbrechungen minimieren.
Ein optionaler Leckagesensor im Ventilgehäuse ergibt zusätzliche Sicherheit.